Kurzsichtigkeit
Das kurzsichtige Auge ist länger als das normalsichtige Auge. Deshalb brechen die Hornhaut und die Linse das einfallende Licht schon vor dem angestrebten Brennpunkt auf der Netzhaut. Der Fernpunkt des Auges liegt, abhängig von der Stärke der Kurzsichtigkeit, in der Nähe. Kurzsichtige können deshalb in der Ferne liegende Objekte schlecht sehen.
Im Alter haben geringfügig Kurzsichtige (bis -3,0 Dioptrien) jedoch den Vorteil, dass sie in der Nähe auch ohne Sehhilfe relativ gut sehen können und keine Nahbrille benötigen.
Die Kurzsichtigkeit wird mit Zerstreuungslinsen oder so genannten Minusgläsern korrigiert. Hierdurch erfolgt eine Verschiebung der Bildebene nach hinten auf die Netzhaut. Hochgradig kurzsichtige Augen (mehr als -6,0 Dioptrien) weisen häufig auch degenerative Veränderungen insbesondere der Netzhaut auf. Bei extremen Formen (über -12,0 bis über -30,0 Dioptrien) können zudem krankhafte Veränderungen der Makula (Stelle des schärfsten Sehens) auftreten.
Die weitaus häufigste Form der Kurzsichtigkeit ist jedoch die einfache mit Werten unter -6,0 Dioptrien, die in der Regel mit dem 20. Lebensjahr ausgereift ist.

