Behandlung
Wie wird der Grüne Star behandelt?
Am Anfang steht in der Regel die Behandlung mit drucksenkenden Augentropfen. Damit Ihr Augenarzt das Medikament auswählen kann, das am besten für Sie geeignet ist, muss er wissen, wegen welcher Erkrankungen Sie in Behandlung sind und welche Medikamente Sie noch einnehmen. Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist, dass die Augentropfen konsequent und pünktlich angewendet und die regelmäßigen Kontrolltermine eingehalten werden. Ist eine ausreichende Druckregulierung mit Medikamenten allein nicht möglich, besteht eine gute Chance, den Druck durch eine Laserbehandlung oder eine Operation zu senken.
Wenn die Möglichkeiten zur Früherkennung genutzt werden und die ärztlich empfohlene Behandlung – konsequente Tropftherapie und regelmäßige, meist vierteljährliche Kontrollen – unter zuverlässiger Mitarbeit des Patienten verläuft, kann eine Erblindung durch den Grünen Star verhindert werden.
Behandlung des Grünen Star mit dem SLT Laser
In den letzten Jahren wurde eine neue Lasertechnologie entwickelt, welche die Durchlässigkeit des Maschenwerks auf eine andere Weise verbessert und dadurch den Augen-Innendruck senkt. Mit der „Selektiven Lasertrabekuloplastik“ (SLT), präziser „Lasertrabekel-Photoregeneration“ genannt, wird nicht, wie bei anderen Therapie-Formen, eine plastische Verformung durch Hitzewirkung erzeugt, sondern eine Befreiung der Maschen von der verstopfenden Einlagerung von Zellmaterial, meist Pigmentzellen, durch ein mechanisches, schmerzloses „Abklopfen“. In feingeweblichen Tests ließ sich dieser Mechanismus nachweisen. Dabei stellte man eine allmähliche Wiederherstellung der früheren Bälkchenstruktur fest.
In Langzeitstudien konnte man eine Wirksamkeit der Drucksenkung in rund 70% beobachten, die in der Mehrzahl auch noch Jahre nach der Behandlung Bestand hatte. Die zuvor notwendigen Augentropfen ließen sich nach der Behandlung in vielen Fällen reduzieren oder zuweilen ganz absetzen.Wenn der Effekt nach einigen Jahren nachließ, konnte er durch erneute Behandlung wiederholt erzielt werden. Nebenwirkungen und Nachteile traten nie auf. Unsere bisherigen Erfahrungen mit diesem neuen Laser bestätigen diese Beobachtungen.
Behandlung mit dem SLT-Laser: Bei dieser Behandlung handelt es sich nicht um die bisher gebräuchliche Lasertrabekuloplastik, die von den Krankenkassen übernommen wird, sondern um eine innovative „Trabekel-Photoregeneration“, welche außerhalb des Katalogs der Kassenleistungen liegt. Daher können wir unseren Patienten dieses Verfahren leider nur als eine privat zu bezahlende Behandlung anbieten.
Vorteilhaft kann an diesem neuen Verfahrens für Sie sein, dass Sie nach der Behandlung weniger oder eventuell gar keine Augentropfen mehr anwenden müssen, was Sie bei der Zuzahlung für Medikamente entlastet und von deren Nebenwirkungen befreit. Dennoch ist es notwendig, auch nach der Behandlung das Glaukom weiterhin regelmäßig augenärztlich überwachen zu lassen!

